Eine moderne Stadt braucht eine moderne Infrastruktur: sichere Wege, eine erreichbare Nahversorgung und Orte, an denen Menschen sich begegnen können.
Herzstück unserer Stadt
Warum ich für eine zügige und verantwortungsvolle
Lösung kämpfe
Seit über vier Jahren fehlt der Kernstadt ihr zentraler Veranstaltungsort. Ein Wasserschaden hat das Bürgerhaus 2022 außer Betrieb gesetzt – seitdem müssen Vereine, Familien und kulturelle Veranstaltungen ausweichen. Das ist ein Zustand, der unserer Stadt nicht würdig ist. Und ein Zustand, den ich ändern will.
Was passiert ist
Im Frühjahr 2022 verursachte ein Wasserschaden erhebliche
Schäden an Heizung, Elektrik und Boden. Aus Sicherheitsgründen musste das
Gebäude für den Veranstaltungsbetrieb gesperrt werden. Besonders schmerzhaft
ist das für den TSV, dessen Sparten improvisieren oder in die Stadtteile ausweichen müssen – aber auch für Karnevalsvereine, die Bruderschaften, Chöre,
Kulturschaffende und für die vielen Familien, die hier feiern wollen.
Warum es nicht einfach schnell geht
Ein Bürgerhaus ist baurechtlich kein gewöhnliches Gebäude.
Sobald mehr als 200 Personen zusammenkommen, gilt die
Versammlungsstättenverordnung – mit hohen Anforderungen an Brandschutz,
Rettungswege, Lüftungstechnik und Barrierefreiheit.
Eine reine Reparatur des Wasserschadens würde deshalb nicht
ausreichen.
Bei der Wiederinbetriebnahme müssten sofort alle heutigen
Anforderungen erfüllt werden. Das macht die Sache komplex – aber nicht
aussichtslos.
Mit Bedacht entscheiden – für Jahrzehnte
So sehr ich verstehe, dass viele eine schnelle Lösung
wünschen: Eine Entscheidung dieser Tragweite muss mit Bedacht getroffen werden.
Wir reden hier über eine Investition, die nicht für die nächsten fünf Jahre
gedacht ist, sondern für die nächsten Jahrzehnte.
Ein Bürgerhaus, das wir heute sanieren oder neu bauen, soll
auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch den Anforderungen gerecht werden –
energetisch, baulich und in seiner Nutzung. Wer hier überstürzt handelt,
riskiert teure Fehlentscheidungen. Deshalb prüfen wir gründlich, rechnen
sorgfältig und wählen den Weg, der unserer Stadt langfristig am meisten nützt.
Sorgfalt ist hier kein Zögern – sie ist Verantwortung.
Der gemeinsame Auftrag:
Förderung nutzen
Die Stadtverordnetenversammlung hat einen klaren Auftrag
erteilt: Das Bürgerhaus soll mit Hilfe von Fördergeldern verwirklicht werden.
Das ist eine kluge und verantwortungsvolle Entscheidung – denn ein Projekt
dieser Größenordnung allein aus dem städtischen Haushalt zu stemmen, würde
unsere Möglichkeiten übersteigen.
Doch ich will hier ehrlich sein: Fördergelder sind rar
gesät, und der Weg zu ihnen ist langwierig. Förderprogramme werden
ausgeschrieben, ausgesetzt, neu aufgelegt – oft im Takt der Bundespolitik.
Anträge müssen erarbeitet, eingereicht, geprüft und bewilligt werden. Das
braucht Zeit, Geduld und Hartnäckigkeit. Und manchmal entscheidet sich erst
nach Monaten, ob ein Antrag Erfolg hat.
Genau das haben wir hier erlebt: Nach einem
intensiven Vorlauf – mit der Beratung in den politischen Gremien sowie der
Entscheidung und Vorbereitung der Bewerbung – haben wir 2024 unsere erste
Bewerbung für ein Bundesprogramm eingereicht. Leider wurden wir in diesem
Auswahlverfahren nicht berücksichtigt; den Zuschlag erhielt stattdessen unsere
Nachbargemeinde Habichtswald. Dort ist neben dem Dorfgemeinschaftshaus
zusätzlich die Grundschule betroffen, was dieser Bewerbung noch einmal eine
andere Wertigkeit verlieh.
Im Jahr 2025 gab es zunächst keinen
verabschiedeten Bundeshaushalt – und damit auch keine neuen Förderzusagen.
Hintergrund: Nach dem Bruch der Ampel-Koalition im November 2024 wurde das
Haushaltsgesetz 2025 nicht mehr verabschiedet, sodass ab dem 1. Januar 2025 die
sogenannte vorläufige Haushaltsführung griff. Schwierig war es dabei vor allem,
neue Projekte zu starten – während laufende Leistungen und bereits bewilligte
Programme weiterliefen. Erst am 26. September 2025 billigte der Bundesrat das
zuvor vom Bundestag beschlossene Haushaltsgesetz rückwirkend zum Jahresbeginn.
Für 2026 wurde das betreffende Bundesprogramm schließlich ganz gestrichen.
Was geprüft wurde
Die Stadt hat in den vergangenen Jahren mehrere Wege
intensiv geprüft: eine Sanierung des Bestandsgebäudes, einen Neubau mit
Bundesförderung sowie den gezielten Einsatz von Eigenleistung unseres Bauhofs.
Auch ein Förderantrag beim Bund wurde erarbeitet und eingereicht – die
Projektskizze liegt bereit.
Die neue Chance
Mit dem Sondervermögen des Bundes stehen aktuell Mittel bereit, die
es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Für Zierenberg ergibt sich daraus über
die kommenden Jahre ein erheblicher Anteil. Das Bürgerhaus ist genau die Art
von Investition, für die diese Mittel gedacht sind: eine kommunale Einrichtung
für Sport, Jugend, Kultur und Gemeinschaft.
Gleichzeitig kann der erarbeitete Bundesförderantrag
reaktiviert werden, sobald wieder Bescheide erteilt werden.
Und unser Bauhof
hat bei der Sanierung mehrerer Kitas bewiesen, dass er erheblich zur
Kostensenkung beitragen kann.
Mein Versprechen
Ich kämpfe dafür, dass das Bürgerhaus zurück nach Zierenberg
kommt – mit Augenmaß, mit einem soliden Finanzierungskonzept und mit dem
Willen, nicht länger zu warten.
Ich werde die verfügbaren Finanzierungsbausteine
verantwortungsvoll nutzen. Ich werde den Förderantrag des Bundes lebendig
halten und beharrlich jede Fördermöglichkeit verfolgen, damit Zierenberg ganz
vorne dabei ist. Und ich werde die Bürgerinnen und Bürger sowie die Vereine
transparent über jeden Schritt informieren.
Ich verspreche keine Wunder über Nacht. Aber ich verspreche,
dass das Bürgerhaus bei mir oberste Priorität hat – und dass wir es mit Bedacht
und Weitblick angehen, damit es eine zukunftsfähige Lösung wird. Denn es ist
mehr als ein Gebäude – es ist der Ort, an dem Zierenberg zusammenkommt.
unsere Stadtteile besser verbinden
Sicher unterwegs – in jedem Alter
Eine
moderne Stadt braucht gute Radwege. Sie verbinden Menschen. Sie schaffen
Mobilität für Jung und Alt. Sie stärken Freizeit und Tourismus.
Was wir bereits umgesetzt haben
Der Radweg von Zierenberg nach Oberelsungen – fertig. Die Verbindung
von Ehlen nach Burghasungen – fertig. Die Strecke von Zierenberg nach Dörnberg –
in Vorbereitung.
Wir
haben Fördermittel eingeworben, geplant und gebaut – Schritt für Schritt, mit
Verstand und finanzierbarem Aufwand.
Wie es weitergeht
Lücken schließen. Bestehende Wege verbessern. Sicherheit erhöhen – besonders für Schulkinder und ältere Radfahrer. Besonders wichtig bleibt der R4-Fernradweg. Er ist nicht nur ein Freizeitweg – er ist Lebensader für Pendler, Tourismus und regionale Entwicklung. Hier muss das Land Hessen endlich liefern. Ich werde nicht lockerlassen, bis die notwendigen Investitionen kommen.
in allen Stadtteilen
Kurze Wege – auch wenn man keine Lust mehr auf Autofahren hat
Eine
gute Nahversorgung ist Lebensqualität. Besonders für ältere Menschen, für
Familien und für alle, die im Alltag kurze Wege schätzen. Einkaufen muss
erreichbar sein – am besten zu Fuß.
Was bereits gut funktioniert
In der Kernstadt versorgen uns EDEKA, ALDI und der Nahkauf. In Oberelsungen hat sich der Dorfmarkt zu einem wertvollen Treffpunkt entwickelt – mehr als nur ein Einkaufsort.
Nahversorgung sichern – der Dorfmarkt Oberelsungen
Der Dorfmarkt in Oberelsungen ist für alle weit mehr
als ein Einkaufsladen: Er ist Treffpunkt, Begegnungsort und ein wichtiges Stück
Lebensqualität – gerade für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die nicht für
jeden Einkauf in die Nachbarorte fahren können oder wollen. Im kommenden Jahr
steht ein Pächterwechsel an. Eine solche Übergabe ist immer ein sensibler
Moment – und an genau dieser Stelle sichere ich die erforderliche Unterstützung
zu, damit dieser kleine Laden auch in Zukunft erhalten bleibt.
Konkret werde ich an mehreren Stellen helfen
Eine wohnortnahe Versorgung ist keine
Selbstverständlichkeit. Ich setze mich dafür ein, dass der Dorfmarkt
Oberelsungen als Versorgungs- und Treffpunkt erhalten bleibt – und lade alle
ein, diesen Weg mitzugehen.
Wo wir nicht aufgeben
Der Versuch, in Oelshausen und Burghasungen den REWE-Einkaufsbus zu
etablieren, war eine gute Idee, die leider nicht dauerhaft getragen hat. Aber
das Thema bleibt auf der Prioritätenliste.
Ich
bin bereits im Gespräch mit verschiedenen Lebensmitteleinzelhändlern. Sowohl im
Gewerbegebiet Oelshausen als auch in der Kernstadt sollen neue
Versorgungsangebote entstehen.
und Gemeinschaft
Kirche, Kultur und Gemeinschaft gemeinsam stärken
Die
Kirche ist in Zierenberg ein zentrales Element unseres gesellschaftlichen
Lebens – ebenso prägend wie unser Rathaus und der Marktplatz im Herzen der
Stadt. Diese Orte stehen für Begegnung, Zusammenhalt und gelebte Gemeinschaft.
Gemeinsam
mit den Kirchengemeinden möchte ich auch künftig Veranstaltungen ermöglichen,
die Menschen zusammenbringen und unsere Stadt lebendig machen. Die
Zusammenarbeit zwischen Kirche, Kultur und Stadt funktioniert bereits heute
hervorragend und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Unser
Rathaus, der Marktplatz und das Umfeld unserer Stadtkirche bieten attraktive
Möglichkeiten für Konzerte, Ausstellungen, Feste, kulturelle Veranstaltungen
und persönliche Begegnungen. Diese Orte sollen weiterhin mit Leben gefüllt
werden – offen, einladend und für alle Generationen.
Mein Versprechen
Ich
werde die enge Zusammenarbeit mit Kirche, Kulturvereinen und ehrenamtlich
Engagierten weiter stärken, damit Zierenberg auch künftig ein Ort der
Begegnung, der Kultur und des Miteinanders bleibt.
mit Weitblick planen
Zierenberg soll wachsen können, ohne sein Gesicht zu verlieren
Eine Stadt lebt davon, dass sich Menschen für sie entscheiden – junge Familien, die hier ein Zuhause bauen wollen, und Betriebe, die Arbeitsplätze schaffen. Beides braucht Raum. Doch dieser Raum will mit Augenmaß entwickelt werden: im Einklang mit unserer Natur, unserer Landschaft und dem Charakter, der Zierenberg ausmacht. Wer heute plant, entscheidet darüber, wie unsere Stadt in zwanzig oder dreißig Jahren aussieht.
Den Rahmen setzt die Regionalplanung
Wie viel Fläche unsere Stadt für Wohnen und Gewerbe ausweisen darf, entscheidet Zierenberg nicht allein. Die Regionalplanung legt fest, welche Bereiche für eine Besiedlung geeignet sind und in welcher Größenordnung sich eine Gemeinde überhaupt entwickeln darf. Sie sorgt dafür, dass Wachstum geordnet verläuft und nicht zu Lasten von Natur, Landwirtschaft und Nachbargemeinden geht.
Derzeit wird der Regionalplan neu aufgestellt und durchläuft das offizielle Beteiligungsverfahren. Das ist für Zierenberg eine wichtige Weichenstellung: Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, bestimmen für viele Jahre, welchen Spielraum unsere Stadt für ihre Entwicklung hat.
Hier bringe ich Zierenbergs Interessen aktiv ein
Genau in diesem Verfahren setze ich mich für unsere Stadt ein. Ich sorge dafür, dass Zierenbergs Anliegen frühzeitig und nachdrücklich eingebracht werden – damit wir ausreichend Spielraum für Wohnbau- und Gewerbeflächen erhalten und unsere Stadt sich auch in Zukunft gesund weiterentwickeln kann. Denn wer beim Regionalplan nicht aufmerksam ist, verschenkt Möglichkeiten, die sich so schnell nicht wieder bieten.
Konkret vor Ort: Baugebiet Vor der Warte II
Dass wir nicht nur planen, sondern auch umsetzen, zeigt das Baugebiet "Vor der Warte II". Der Umweltbericht liegt bereits vor, der Erschließungsplan wird derzeit vorbereitet. Damit kommen wir dem Ziel, neue Bauplätze für Familien und für alle, die in Zierenberg bleiben möchten, einen entscheidenden Schritt näher. Schritt für Schritt schaffen wir so die Voraussetzungen dafür, dass Menschen hier bauen und bleiben können.
Mein Versprechen
Ich kämpfe dafür, dass ganz Zierenberg wachsen kann – die Kernstadt ebenso wie alle Stadtteile. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter, seine eigenen Bedürfnisse und verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Bauplätze für junge Familien, die in ihrem Stadtteil bleiben wollen, Flächen für ortsansässige Betriebe und lebendige Ortskerne sind mir überall gleich wichtig.
Denn eine starke Stadt entsteht nicht an einem Ort allein, sondern in allen ihren Stadtteilen gemeinsam. Ich höre zu, wo der Schuh drückt – in jedem einzelnen Stadtteil – und setze mich dort ein, wo Entwicklung gebraucht wird. Entwicklung und Bewahrung sind für mich kein Widerspruch, sondern zwei Seiten einer verantwortungsvollen Politik mit Weitblick, die alle Zierenbergerinnen und Zierenberger im Blick hat.